Aufbruch hin zu mehr Demokratie, mehr Freiheit oder Parteien als Marke?

Parteien als Marke! Kommentar zur Kolumne von Matthias Heitmann im Cicero

1920er-Jahre reloaded?

MATTHIAS HEITMANN schreibt im Cicero:„…Dramatisierung und Polarisierung der gesellschaftlichen Stimmung. Dies dient nicht der inhaltlichen Aufklärung, sondern ist ein verzweifelter Versuch, die eigene Relevanz in Zeiten großer politischer Verdrossenheit zu betonen.“

Es ist kein Versuch, sondern es funktioniert, „durch die Dramatisierung und Polarisierung der gesellschaftlichen Stimmung“ eigene Relevanz und Wähler zu gewinnen!

Parteien als Marken?

Durch-die-markenbrille.de hat das für die 6 Monate vor der Wahl von Boris Johnson untersucht. Johnson hält sich an die Gesetze der Markenführung. (Offensichtlich nicht so sehr an die Gesetze seines Landes). So hat er eine emotionale Marke für viele Wählergruppen für sich aufgebaut (die wiederum viele Gesetze auch nicht so toll finden). Einen ähnlich bekannten und in der emotionalen Ansprache breit aufgestellten Politiker gibt es in Deutschland derzeit nicht. Ob dies wünschenswert ist, ist aber eine ganz andere Frage.

Parteien als Marke!

Es geht – unabhängig von der Weltanschauung – um den Aufbau von Politiker-Marken und von Parteien als Marken. Wer diese Klaviatur beherrscht, herrscht auch in der Demokratie. Neben den Online-Medien spielt für die politische Meinungsbildung Social Media eine immer größere Rolle. Und gerade hier geht es vorwiegend um emotionale Positionierung.

Dies ist eine Disziplin, die keine deutsche Partei derzeit beherrscht: Sich selbst als Marke zu präsentieren. Im Falle der CDU hat das Youtuber Rezo ziemlich brutal demonstriert.

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